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Montag, 6. November 2023

Das Bäumchen und der Neubau

Ein Zitat

Das Bäumchen zuoberst am Neubau steht für die Fertigstellung des Rohbaus und das erfolgte Richtfest.
Foto © Jörg Niederer
"Segnend und gütig mög‘ alle Zeit / Gott behüten dies Heim vor Leid. / Frohsinn und Eintracht und Seelenfrieden / sei immer des Hauses Bewohnern beschieden." Ausschnitt aus einem (Auf-)Richtspruch anlässlich einer Aufrichte

Ein Bibelvers - Psalm 127,1

"Wenn nicht der Herr das Haus baut, nützt es nichts, dass sich die Bauleute anstrengen. Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, nützt es nichts, dass der Wächter wachsam bleibt."

Eine Anregung

Der Rohbau ist fertig, der Dachstuhl gesetzt oder das Flachdach betoniert. Jetzt kommt die "Aufrichte" gefeiert nach alten Bräuchen und Traditionen. Einer dieser Bräuche, welcher auf das 14. Jahrhundert zurückgehen soll, ist das Setzten des Richtbaums, meist ein Nadelbäumchen, zuoberst auf dem Dachstuhl. Dieser "Richtbaum" ist somit älter als der Weihnachtsbaum. Doch warum gibt es diesen Brauch mit dem Richtbäumchen? Genaueres weiss niemand. Da wird vom Hauszauber aus der Glaubenswelt vorchristlicher Zeiten fabuliert. Die Germanen glaubten, dass die Bäume beseelt seien und heilig. Mit dem Anbringen eines künstlichen Baumwipfels zuoberst am Haus habe man versucht, diese Geister, deren Bäume man ja für den Neubau hatte fällen müssen, wieder zu beschwichtigen. Doch diese Ansichten sind spekulativ und setzten eine ungebrochene Tradition bis in die Zeit der Germanen voraus.

Jedenfalls laufen solche Aufrichtfeste nach bestimmtem Schema ab, bei dem der letzte Nagel eingeschlagen wird, Trinksprüche fallen und geleerte Gläser vom Dach geworfen werden, damit sie am Boden zerschellen (Scherben bringen Glück). Das Bäumchen wird als Symbol für Festigkeit, Standhaftigkeit und Langlebigkeit sowie für langes Leben der Bewohnenden (immergrüner Nadelbaum) angebracht. Dann folgt der Richtschmaus zur Arbeitszeit, damit alle daran teilnehmen können, welche am Bau mitgewirkt haben.

Vielleicht war die Sache mit dem Richtbäumchen aber auch viel banaler. Vielleicht dachte sich ein Zimmermann, während er Balken zuschnitt, dass man mit den abgehauenen Tannenspitzen noch etwas anfangen könnte, die da nun alle an einem Haufen auf die Verbrennung warteten. So setzte er kurzerhand einen davon zuoberst aufs Dach. Das gefiel den Bauleuten, und so begann eine Tradition und füllte sich nach und nach mit Sinn, der heute, Jahrhunderte später, nach und nach wieder in Vergessenheit gerät.

Es scheint, dass auch heute noch der Wunsch nach so etwas wie einer säkularen Neubausegnung besteht. Darum gibt es auch Gebete für diesen Anlass.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Montag, 10. Juli 2023

Zeit der grünen Tonnen

Ein Zitat

Das Open-Air Frauenfeld ist zu Ende. Am Bahnhof sammeln sich das Partyvolk.
Foto © Jörg Niederer
"Wenn einer gähnt, so gähnen sie alle." Sprichwort

Ein Bibelvers - Apostelgeschichte 2,47

"Der Herr aber führte täglich weitere Menschen zur Gemeinde, die gerettet wurden."

Eine Anregung

Open-Air-Zeit. Vor einer Woche in St. Gallen. Gestern Sonntag und davor Frauenfeld. Das eine Grossereignis traditionsgemäss in Sumpf und Regen, das andere an Hitzetagen.

Es ist die Zeit der grünen Tonnen. Anfänglich, als ich das ersten Mal in Frauenfeld dem Partyvolk begegnete, warf ich meinen Müll irrtümlich in so ein Reisegefährt hinein. Nicht zur Freude des Eigentümers. Wer wahr wohl der erster, der dieses Gefäss als ideales Transportmittel für Freiluft-Happenings entdeckte? Grüntonnen sind geräumig, mit verschlossenem Deckel wasserdicht, lassen sich wie Einkaufswagen hinter sich herziehen und in der Anschaffung sind sie meist günstiger als die kleinrädrigen und wenig geländegängigen Rollkoffer.

Jemand musste mit dieser "Mode" begonnen haben. Andere fanden das cool. Heute sind die Tonnen an Open-Airs nicht mehr wegzudenken. Einzig in den Zügen reist es sich mit ihnen nicht ganz so easy wie mit kleineren Behältnissen. Auf der Koffer- und Hutablage finden sie keinen Platz. Je nach Zugskomposition wird es in den Fluchtkorridoren eng.

Nun, die Open-Air-Tonnen sind nicht mehr wegzudenken an diesen musikalisch ausgerichteten Völkerwanderungen. Ihre Benutzung ist ansteckend. Die Muttertonne hat Junge bekommen. Eine Tradition ist entstanden.

So muss es auch gewesen sein in den Anfängen der Christenheit. Eine Botschaft schlug ein, und in kurzer Zeit schon fand sie viele Nachfolgerinnen und Nachfolger. Heute, 2000 Jahre später, sind wir wieder auf der Suche nach einer Art christlichen Tonne, die den Glauben auf so überzeugende Weise transportiert, dass alle sie und den Inhalt haben müssen. Ich bin gespannt, wer die zündende Idee dazu hat. Ohne Heiligen Geist wird es bestimmt nicht soweit kommen.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen 

Montag, 3. Juli 2023

Stuhlgeschichten

Ein Zitat

Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf einem Stuhl im Gottesdienstraum der Methodisten in Cluj-Napoca, Rumänien.
Foto © Jörg Niederer
"Für ein gutes Tischgespräch kommt es nicht so sehr darauf an, was sich auf dem Tisch, sondern was sich auf den Stühlen befindet." Walter Matthau, Schauspieler (1920-2000)

Ein Bibelvers - Psalm 47,8+9

"Denn Gott ist König über die ganze Welt. Singt bei seinem Einzug ein kunstvolles Lied! Gott hat seine Herrschaft über die Völker angetreten. Er hat Platz genommen auf seinem heiligen Thron."

Eine Anregung

Nach langer Zeit zum ersten Mal ging sie wieder einmal in die Kirche und - der Gottesdienst hatte noch nicht begonnen - setzte sich hin. Das war der Fehler. Der Fehler war nicht, dass sie in die Kirche ging, auch nicht, dass sie sich setzte. Was sie falsch gemacht hatte, erfuhr sie erst Wochen später. Sie hatte sich auf den Platz von Jack gesetzt. Jack war ein Gemeindeglied, das vor Monaten schon zum Herrn heimgerufen worden war. Seit dessen Tod lies man Jacks Platz frei. Als würde er eines Tages wieder in den Gottesdienstraum marschieren, so wie er es immer getan hatte, um sich genau dort hinzusetzten, wo nun unsere Gottesdienstbesucherin sass. Auch wenn die Gemeindeglieder sich über dieses geschehene Sakrileg empörten, getraute sich doch niemand etwas zu sagen. Und so verging viel Zeit, bis sie von ihrem Fehler erfuhr. Doch da war es schon nicht mehr so schlimm, dass nun Jacks Stuhl anderweitig belegt war.

Diese von mir etwas ausgeschmückte Geschichte ist der Mutter eines Pfarrkollegen zugestossen. Der gleiche Pfarrkollege erzählte mir auch noch von einem anderen Stuhl. Darauf, so glaubte man an jener Universität in England, sei John Wesley, der Begründer der methodistischen Bewegung, höchst persönlich bei seinen Vorlesungen gesessen. Also wurde der Stuhl in einer Vitrine ausgestellt und entsprechend beschriftet. Bis jemand genauere Nachforschungen anstellte, und feststellte, dass der Möbelschreiner erst nach dem Tod des Kirchenmanns den Stuhl gefertigt hatte. Der Kaufbeleg bewies es eindeutig. Nun, der Stuhl blieb in der Vitrine. Geändert wurde nur die Anschrift. Darauf konnte man nun lesen: "Auf diesem Stuhl ist John Wesley ganz bestimmt nie gesessen."

Auch der neue methodistische Bischof Stefan Zürcher erzählte mir von einem Stuhl. Dem Stuhl seines Vorgängers. Ich kenne diesen Sessel sehr gut aus meiner Zeit als Distriktsvorsteher. Bischof Patrick Streiff sass darauf bei Sitzungen all die 18 Jahre, die er aktiv sein Amt ausübte. Es war ein bisschen so wie bei Jack: Die, welche ihn auf dem Stuhl erlebt hatten, konnten sich nur schwer vorstellen, sich selbst darauf zu setzten. Doch nun stellte sich für Stefan Zürcher die Frage, wie man sich diesen solcher Art langgedienten Stuhl des Vorgängers zu eigen machen könnte, zumal sein Vorgänger ja immer noch einige Amtsgeschäfte inne hatte.

Was denkst du? Was hat der neue Bischof getan? Hier eine Antwort-Auswahl: 

1. Er hat sich bis heute nicht auf den Stuhl gesetzt. 

2. Sein Sohn hat sich auf den Stuhl gesetzt, und so den "Ehrfurchts-Bann" auf diesem Möbelstück gebrochen. 

3. Er konnte es nicht erwarten, sich auf den Stuhl zu setzt. 

4. Patrick Streiff hat Stefan Zürcher diesen Stuhl ganz offiziell hingehalten, so dass nun er darauf sitzt. 

PS: Eine Antwort von meiner Seite gibt es nicht. Da müsst ihr den neuen Bischof schon selbst fragen.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Montag, 20. Februar 2023

Süsser die Glocken nie klingen...

Ein Zitat

Im Glockenturm der Kathedrale St. Gallen.
Foto © Jörg Niederer
"Jede Glocke hat ihren Klöppel." Deutsches Sprichwort

Ein Bibelvers - 1. Korinther 13,1

"Ich kann die Sprachen der Menschen sprechen und sogar die Sprachen der Engel. Wenn ich keine Liebe habe, bin ich wie ein dröhnender Gong oder ein schepperndes Becken."

Eine Anregung

Viele Kapellen und Kirchen der Schweiz werden umgenutzt. Siehe dazu den Beitrag vom 18. Februar. Auch der Glockenschlag von Kirchen steht unter Druck. Es kommt immer wieder vor, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner beklagen, besonders dann, wenn auch in der Nacht die Zeit mit Glockenschlag angezeigt wird. Ich bin nahe an einer Kirche mit (auch nächtlichem) Viertelstundenschlag aufgewachsen. Hätten sie nicht mehr geschlagen, ich hätte den vertrauten Klang vermisst. 

In St. Gallen hat mit der Reformierten Kirche Heiligkreuz die letzte in der Kirchgemeinde Tablat-St. Gallen mit dem Glockenschlag in der Nacht aufgehört.

Das St. Galler Tagblatt erstellte kürzlich eine Übersicht, wie mit den Glockenschlag in der Stadt umgegangen wird. In zehn Kapellen und Kirchen schlagen die Glocken gar nicht mehr. In sieben Gotteshäusern erklingen nur tagsüber die Kirchenglocken. Aus weiteren 10 Kirchen und Kapellen ertönen die Glocken am Tag und in der Nacht. Sieben davon sind Römisch-katholische, die anderen drei Reformierte Kirchen. Zu nennen wären da etwa die Kathedrale, die Reformierte Kirche St. Laurenzen, die Wallfahrtskirche Heiligkreuz, die Katholische Kirche St. Fiden und die reformierten Kirche St. Mangen.

Wie wirkt auf dich der Glockenschlag? Sind es süsse Klänge, oder schlafraubende Donnerschläge?

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Montag, 22. August 2022

Der Miniatur-Hirschkäfer

Ein Zitat

Ein vom heftigen Regen geretteter Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) bei Frauenfeld.
Foto © Jörg Niederer
"Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten." Adam Smith (1723-1790) Moralphilosoph und Ökonom

Ein Bibelvers - Römer 12,6a

"Wir haben verschiedene Gaben, so wie Gott sie uns in seiner Gnade geschenkt hat:"

Ein Anregung

Nach den gestrigen Kartoffelkäfern folgt heute eine weitere sechsbeinige Begegnung, die ich am meinem Geburtstag machen durfte. Anders als der Kartoffelkäfer ist der Balkenschröter (Dorcus parallelipipedus) ein Nützling und zudem geschützt. Meine Frau rettete das fotografierte männliche Tierchen vor dem Ertrinken auf einem Fahrradweg. Das war mit einem gewissen Risiko verbunden, kann doch dieser Käfer mit seinen beweglichen Kieferzangen auch menschliche Haut recht schmerzhaft durchbeissen. Zum Glück sind die etwa 2-3 cm grossen Tierchen eher friedlicher Natur.

Der Balkenschröter ist in Europa die häufigste Hirschkäferart. Er ist etwas weniger anspruchsvoll als der echte Hirschkäfer, der nur in Eichenwälder lebt. Der Balkenschröter besiedelt auch Totholz von Buchen und Obstbäumen. Damit sich seine Larven von diesem Holz ernähren können, muss es erst von Pilzen befallen sein und von diesen in Käfernahrung verwandelt werden. Dann machen sich die Larven  der Balkenschröter über das Totholz her und zersetzen, ja schroten es in kurzer Zeit. Auf diese Weise wird es weiter aufbereitet für die nun folgende Arbeit der Mikroorganismen am Abbauprozess des Holzes. Das Ergebnis sind dem Wald- oder Obstgartenboden zugeführte wertvolle Nährstoffen.

Balkenschröter stecken also mittendrin in einem Prozess, den Pilze beginnen und Mikroorganismen beenden. Im übertragenen Sinn ist das auch bei der Mission der Kirche von Bedeutung. Die heute Glaubenden stehen mittendrin in einer Aufgabe, die vor vielen hundert Jahren andere begonnen haben. Wieder andere werden dann, wenn die Zeit erfüllt ist, an der Vollendung beteiligt sein. Was wir heute sehen und woran wir heute mitwirken, ist Teil einer viel grösseren Geschichte des Glaubens.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Dienstag, 7. Dezember 2021

Auf Krippensuche

Ein Zitat

Ein lebender Esel an einer Weihnachtskrippe
Foto © Jörg Niederer
"Ich fange bei der Krippe an." Martin Luther (1483-1546)

Ein Bibelvers - Lukas 2,7

"Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe. Denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden."

Ein Anregung

Man muss kein Esel sein, um sich für Weihnachtskrippen zu begeistern.

Wer die ganze Vielfalt an Kreativität erleben will, kann dies in der KrippenWelt im Städtchen Stein am Rhein tun. Die Sammlung umfasst 800 Weihnachtskrippen aus aller Welt, wovon nie alle gleichzeitig ausgestellt sind.

Weihnachtskrippen gib es seit dem Mittelalter. Sie entwickelten sich aus nachgespielten Szenen der Bibel, wobei Franziskus von Assisi als Erfinder der eigentlichen Weihnachtskrippe gilt. Er gesellte zum lebensgrossen Jesuskindchen in einer Futterkrippe noch je einen lebendigen Esel und einen Ochsen. Die älteste erhaltene Krippendarstellung befindet sich in einem Seitenschiff der Kapelle Santa Maria Maggiore in Rom. Dargestellt wird in diesem Werk mit verstellbaren Alabasterfiguren aus dem Jahr 1291 die Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland. Damit ist diese Krippe so alt wie der Bundesbrief, das ältestes Verfassungsdokument der Schweiz.

Heute gehören Weihnachtskrippen zum Brauchtum und werden zugleich in einer multikulturellen und säkularen Welt immer weniger verstanden.

An den nächsten beiden Wochenenden kann man im Rahmen der Weihnachtsreise in St. Gallen auf dem Klosterplatz eine lebendige Weihnachtskrippen-Szene besuchen. Natürlich könnte man anlässlich der Familienweihnachtsfeier den Besuch der Hirten beim neugeborenen Heiland auch gleich selbst darstellen und dann in Fotos festhalten. Oder man bastelt sich aus Müll und Resten eine eigene, ganz besondere Weihnachtskrippe. Derart kreativ vergeht die Zeit schnell bis zum 24. Dezember. Ab dann sind in St. Gallen wieder die Krippenwege eingerichtet. In diesem Jahr sind die beiden Routen zu vier besonderen Krippen interreligiös angereichert. Gerade auch mit Kindern kann viel entdeckt werden auf dem zweistündigen Weg zu weihnachtlichen Höhepunkten.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Samstag, 20. November 2021

Traditionell denkende Methodistinnen und Methodisten treffen sich in Biel

Ein Zitat

Stefan Schnegg (links) im Gespräch mit Bischof Patrick Streiff
Foto © Sigmar Friedrich
"Denn aus der Sicht der Traditionellen entsteht der Eindruck: Die Kirche wird immer liberaler. Mit jedem Thema machen wir eine Tür mehr auf." Stefan Schnegg, Mitglied der Kirchenleitung und Vertreter vom "Forum Traditionell"

Ein Bibelvers - 1. Korinther 12,13

"Denn als wir getauft wurden, sind wir durch den einen Geist alle Teil eines einzigen Leibes geworden – egal ob wir Juden oder Griechen, Sklaven oder freie Menschen waren. Und wir sind alle von dem einen Heiligen Geist erfüllt worden."

Ein Anregung

Heute in einer Woche treffen sich in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Biel traditionell denkende Methodistinnen und Methodisten zum "Forum Traditionell". Hintergrund ist die mögliche Öffnung der weltweiten EMK gegenüber homosexuellen und lesbischen Menschen, und in der Folge die wahrscheinliche Spaltung der Kirche.

Traditionell denkende Personen oder Gemeindevertretungen, die auch dann bei der EMK bleiben und einen gemeinsamen Weg weitergehen möchten, treffen sich am 27. November 2021 von 10-16 Uhr in Biel. Ihre traditionelle Glaubensüberzeugung zur Ehe und anderen ethischen Fragen soll Raum haben in einer Kirche, die sich zu alle Menschen gesandt weiss.

Am "Forum Traditionell" wird Bischof Patrick Streiff und andere Vertreterinnen und Vertreter der Kirchenleitung anwesend sein. 

Dieser Tag der Vernetzung findet sowohl virtuell wie vor Ort statt. Die Teilnahme in Biel ist nur mit Zertifikat möglich. Anmelden kann man sich hier.

Auch interessant: Interview mit Stefan Schnegg vom Organisationsteam "Forum Traditionell".

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde