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Montag, 27. Mai 2024

Schuhgedanken

Ein Zitat

Baby in Kinderwagen mit schönen, modischen Sonntagsschuhen.
Foto © Jörg Niederer
"Ich könnte es nicht ertragen, wenn jemand auf meine Schuhe schaut und sagt: 'Oh Gott! Sie sehen so bequem aus!'." Christian Louboutin (*1964), Französisch-ägyptischer Schuh- und Taschendesigner

Ein Bibelvers - Psalm 119,133

"Mach meine Schritte fest durch deine Verheissung und gib dem Unrecht keine Macht über mich!"

Eine Anregung

Es gibt sie noch, die Menschen, die am Sonntag besonders herausgeputzt und "gsonntiget" in den Gottesdienst kommen. So wie gestern am ukrainisch-schweizerischen Familiengottesdienst dieses Mädchen in besonders festlichen Schuhen steckte. 

Schuhe. Dem Schuster wird empfohlen, bei seinen Leisten zu bleiben. Seine Kundinnen und Kunden dagegen erobern in von ihm gefertigten Schuhen die Welt. Ich habe gelesen, dass bei jedem Schritt, den wir gehen, das Zwei- bis Dreifache unseres Körpergewichts auf die Füsse wirkt. Kein Wunder, ist da die Schuhwahl von grosser Bedeutung. Nicht immer ist schön auch bequem. Doch es gibt sie, die noch von Hand gefertigten, an den Fuss individuell angepassten, modisch zeitlosen und bequemen Schuhe. Dafür wird oft ein Vermögen ausgegeben. Imelda Marcos, die Frau des einstigen philippinischen Diktators, besass über eintausend Schuhe der Grüsse 39,5. In solchen Zusammenhängen redet man auch von Schuhfetischismus.

Gute Schuhe erleichtern das Leben ungemein. Ich denke jetzt besonders an das Servicepersonal, das oft die ganze Arbeitszeit auf den Beinen verbringt und so in ihren Schuhen lange Strecken zurücklegt.

Leider haben Schuhe auch die Eigenschaft, schmutzig zu werden. Da ich etwas schuhputzfaul bin, sehen meine Schuhe auch nicht immer besonders vorteilhaft aus. (Nach diesem Bekenntnis werden mir wohl die Gemeindeglieder besonders aufmerksam auf die Schuhe schauen.) Acht haben auf Füssen und Schuhen ist ja auch gar nicht so falsch. 

Zuletzt noch einige anregende Fragen rund um die Schuhe: In welchen Schuhen bist du heute unterwegs? Wohin tragen sie dich? Fühlst du dich wohl darin? Verursachen sie dir Schmerzen? (Schönheit, aber auch Dummheit, müsse leiden, sagt man.) Könntest du in den aktuellen Schuhen tanzen? Und warum tust du es dann nicht? Hast du deine Hochzeitsschuhe, deine Taufschuhe noch? Wie sähe ein Dankgebet für deine Schuhe aus?

Mögen deine Schuhe dich heute an segensreiche Orte tragen!

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Sonntag, 26. Mai 2024

Auf zum Fest für die ganze Familie

Ein Zitat

Allegorie zu Johannes 16,33: Die Kirche zwischen Unsicherheit und Angst. Glasfenster von Edy Werlen nach einem Entwurf von Walter Jüstrich in der Evangelischen Kirche Berneck.
Foto © Jörg Niederer
"Ein Heiliger, das ist ein Mensch, durch den die Sonne scheint." Kindermund im kirchlichen Unterricht

Ein Bibelvers - Johannes 16.33b

"In der Welt habt ihr Angst. Aber fasst Mut, ich habe die Welt besiegt!"

Eine Anregung

Die Glasfenster von zwei einheimischen Künstlern in der Evangelischen Kirche Berneck sind eindrücklich. Auf dem hier abgebildeten wird ein zentrales Wort von Jesus aus dem Johannesevangelium bildlich umgesetzt.

Auch im heutigen Familiengottesdienst in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen wird eine Geschichte von Jesus aus dem Johannesevangelium angeschaut, in der seine Vollmacht sichtbar wird. In diesem Gottesdienst werden zum ersten Mal die ukrainische Gemeinde und die Methodistengemeinde zusammen feiern. Und die Kinder stehen besonders im Zentrum. Aber auch musikalisch wird etwas geboten. Anschliessend gibt es Wurst und Bratkäse vom Grill, Kaffee und Kuchen sowie Kinderschminken, Henna-Handbemalung und Spiele mit attraktiven Preisen.

Wer dabei sein möchte, ist herzlich eingeladen ab 10.15 Uhr oder auch später zu einem bestimmt lebendigen und überraschenden Morgen in der Kirche an der Kapellenstrasse 6 in St. Gallen.

Den Flyer dazu gibt es hier!

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Sonntag, 31. März 2024

Auferstehungshoffnung

Ein Zitat

Grabtafel mit Darstellung der Auferstehung Christi im Stephansdom in Wien.
Foto © Jörg Niederer
"Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören. Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen." Peter Kuzmic

Ein Bibelvers - Johannes 20,19

"Die Jünger waren beieinander und hatten die Türen fest verschlossen. Denn sie hatten Angst vor den jüdischen Behörden. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: 'Friede sei mit euch!'"

Eine Anregung

Es sei eine typisch protestantische Grabdarstellung. Die Auferstehung Christi, oft kombiniert mit dem Verstorbenen, der einem Zeugen gleich das Geschehen betrachtet. So habe ich es erfahren bei einer Führung im Vorbeigehen beim Stephansdom in Wien.

Den folgenden Osterwitz - dadurch soll österliches Lachen gefördert werden - habe ich im "Unterwegs", der Zeitschrift der Methodisten in Deutschland gefunden: 

"Friedrich der Große, der Preußenkönig – wir erinnern uns: Jeder soll nach seiner Façon selig werden – bekommt eine Akte vorgelegt. In ihr geht es um die Amtsenthebung eines Pfarrers, der er zustimmen soll. Dem Pfarrer wird Freigeisterei vorgeworfen. Er habe in seiner Osterpredigt öffentlich geäußert, dass er aus Vernunftgründen nicht an die Auferstehung der Toten am Jüngsten Tag glauben könne. Der König soll die Eingabe mit folgenden Worten abgewiesen haben: 'Dit is janz und jar seine Sache, wenn er nich auferstehen will, denn soll er doch meinetwejen am Jüngstn Tach liejen bleibm.'"

Ostern feiern wir heute Sonntag in der Methodistenkirche St. Gallen an der Kapellenstrasse 6 mit einem Brunch um 09.30 Uhr und einem Familiengottesdienst um 10.30 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen