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Samstag, 2. September 2023

Faszinierende Stadtvögel

Ein Zitat

Feldornithologe Urs Heinz Aerni erzählt gegenüber der Sportanlage beim Stadtbad St. Gallen von Austernfischern als Pausenattraktion an einem Fussballspiel auf einer Nordseeinsel.
Foto © Jörg Niederer
"Gott, segne unsere Vorgärten dass sie Lebensraum geben zwischen den Mauern.
Gott, segne unsere Pärke, dass sie uns atmen lassen im heissen Sommer.
Gott, segne die Vögel vor unsern Fenstern dass sie unsere Städte beleben.
Gott, segne uns Menschen dass wir gut leben können in der Stadt und auf dem Land inmitten der Vogelschar."
Abendsegen als Abschluss des Vogelspaziergangs

Ein Bibelvers - Hosea 2,20

"Am selben Tag handele ich zu ihrem Vorteil: Ich schließe einen Bund mit den wilden Tieren, mit den Vögeln am Himmel und den Kriechtieren auf dem Erdboden. Ich zerbreche Bogen und Schwert und entferne alle Waffen aus dem Land. Ich lasse mein Volk in Sicherheit wohnen."

Eine Anregung

Nun, das mit den Kiebitzen gestern auf dem Vogelspaziergang durch die Stadt St. Gallen (Siehe Beitrag vom 1.9.2023) hat dann doch nicht geklappt. Die Voliere im Stadtpark St. Gallen war am Abend bereits abgeschlossen. Doch das änderte nichts an einer äusserst interessanten kleinen Exkursion mit Literaturagent und Feldornithologe Urs Heinz Aerni zu den Vögeln in den Häuserschluchten und Pärken der Stadt St. Gallen. Eingeladen dazu hatte aus Anlass der an diesem Tag beginnenden Schöpfungszeit die Arbeitsgruppe GFS (Gerechtigkeit, Frieden, Schöpfungsbewahrung) der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen beider Appenzell und St. Gallen.

Schon beim Areal Bach neben dem für Aerni "noch vor Schlieren hässlichsten Bahnhof der Schweiz" (gemeint war der Bahnhof St. Fiden) ging es los mit den vielen anregenden Gedanken. Da erfuhr man, wie gut es ist, wenn man vor dem Winter die Gärten nicht aufräumt. Oder dass Hausspatzen sehr intelligent sind und es verstehen, automatische Schiebetüren zu öffnen, um in die Supermärkte zu gelangen und wieder hinaus. Beim Anblick verschiedener Taubenarten hörten die Teilnehmenden davon, dass einige mitten im Winter Nachwuchs grossziehen und mit "Milch" aus dem Kropf füttern. Viel Vögel in der Stadt lebten ursprünglich in den Bergen. Sie haben die Wände der Häuser zu ihrem neuen "felsigen" Lebensraum erwählt. Dagegen sind die Vögel der Felder unter starkem Druck durch die gängige intensive Landwirtschaft.

Dass manche Vögel, wie der Austernfischer und die Kiebitze mit ihrem Füssen auf dem Boden trommeln, um den Würmern Regen vortäuschen, so dass diese in Schnabeldistanz an die Oberfläche gelangen, erfuhr man auch auf diesem Spaziergang. Genauso hörten die Teilnehmenden von der Wichtigkeit der Ruderalflächen, wie sie etwa um das Kantonsspital St. Gallen anzutreffen sind. Mehr Wildnis und unversiegelter Boden sei eine gute Sache, wie man am grösseren Vogel- und Tierreichtum in den Nachbarländern Frankreich und Deutschland sehen könne, so Urs Heinz Aerni, wo längst nicht jede Ecke als Kulturland genutzt werde.

Als dann beim Pfalzkeller auch noch die trillernden Rufe der Alpensegler ertönten und die eleganten Segler weit über dem Kloster ihre Flugshow zeigten, war der Spaziergang vollends zum unvergesslichen Erlebnis geworden.

Beschlossen wurde der Abend bei Käse, Brot, Apfelsaft und Wein in der Methodistenkirche, und mit einem Abendsegen, bei dem die äusserst feinfühlige musikalische Beteiligung von Organist Oliver Kopeinig sich mit dem fröhlich Gezwitscher aus mit Wasser gefüllten, tönernen Vögelchen mischte.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Freitag, 1. September 2023

Vogelspaziergang zum heutigen Schöpfungszeit-Auftakt

Ein Zitat

Ein Schwarm Kiebitze fliegt auf über dem Flachsee.
Foto © Jörg Niederer
"Du kannst nicht verhindern, dass ein Vogelschwarm über deinen Kopf hinwegfliegt. Aber du kannst verhindern, dass er in deinen Haaren nistet." Martin Luther (1483-1546)

Ein Bibelvers - Sprüche 26,2

"Wie ein Sperling, der umherflattert, wie eine Schwalbe, die hin und her fliegt, ist ein grundloser Fluch: Er trifft nicht ein!"

Eine Anregung

Ein Schwarm Kiebitze fliegt auf über dem Flachsee. Kiebitze werden wir auch heute sehen wenn wir uns um 18.00 Uhr aufmachen zu einer kleinen Exkursion durch das urbane Zentrum der Stadt St. Gallen. Zum Auftakt der Schöpfungszeit lädt die Arbeitsgemeinschaft christliche Kirchen zu einem Vogelspaziergang ein. Vom Areal Bach unmittelbar beim Bahnhof St. Gallen-St. Fieden geht es los, vorbei auch an der Volliere im Stadtpark. Dort ist es denn auch, wo wir die Kiebitze bestaunen können, da einige von ihnen in den Gehegen leben.

Begleitet werden die Teilnehmenden von Urs Heinz Aerni (1962). Der bekannte Journalist, Kommunikationsberater, Autor und Kulturvermittler ist auch Feldornithologe bei BirdLife und weiss allerlei Interessantes aus der Welt der Vögel und über die Natur zu erzählen. Auf der Suche nach biologischer Vielfalt in der Stadt kann ein Feldstecher gute Dienste leisten.

Der Vogelspaziergang klingt bei Apéro und Abendsegen in der Methodistenkirche (Kapellenstrasse 6) aus. Die Organisatorinnen und Organisatoren freuen sich über eine rege Beteiligung.

Alle Informationen zum Anlasse findet man auch auf dem Flyer.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Dienstag, 22. August 2023

Vogelspaziergang in St. Gallen

Ein Zitat

Zwei Silberreiher im Naturschutzgebiet Neuhus am Rhein bei Glattfelden)
Foto © Jörg Niederer
"Das Zwitschern des Vogels weckt den Menschen aus seiner Gleichgültigkeit. Er lauscht dem Lied und rühmt die Weisheit dessen, der das süße Lied des Vogels schuf ebenso wie die zarten Empfindungen des Menschen." Khalil Gibran (1883-1931)

Ein Bibelvers - Hiob 12,7-9

"Frag doch das Vieh, es wird dich belehren, und die Vögel des Himmels, die sagen es dir! Oder rede mit der Erde, sie wird dich belehren, die Fische im Meer erzählen es dir. Wer weiß denn nicht von ihnen allen, dass die Hand des Herrn die Welt gemacht hat?"

Eine Anregung

Ob wir Silberreiher sehen werden auf dem Vogelspaziergang durch das urbane Zentrum der Stadt St. Gallen? Wohl eher nicht, aber wer will das schon ganz sicher ausschliessen.

Am 1. September 2023 um 18.00 Uhr sind alle ganz herzlich zu einer kleinen Exkursion als Auftakt zu Schöpfungszeit eingeladen. Vom Areal Bach unmittelbar beim Bahnhof St. Gallen-St. Fiden geht es 3 Kilometer westwärts durch die Stadt St. Gallen. Begleitet werden die Teilnehmenden von Urs Heinz Aerni (1962). Der bekannte Journalist, Kommunikationsberater, Autor und Kulturvermittler ist auch Feldornithologe bei BirdLife und weiss allerlei Interessantes aus der Welt der Vögel und über die Natur zu erzählen. Auf dem Spaziergang werden nicht nur Vögel beobachtet, sondern auch gefragt, wie ihre Lebensräume aufgewertet werden können. Auch fühlen wir der Stadt den Puls und fragen: Wie ist es um die geflügelten Stadtbewohner bestellt? Was zwitschert uns die Vogelschar? Was hilft Tier und Mensch an diesem lauten und eiligen Ort zu leben. Auf dieser Suche nach der biologischer Vielfalt in der Stadt kann ein Feldstecher gute Dienste leisten.

Der Vogelspaziergang endet bei der Methodistenkirche (Kapellenstrasse 6). Dort sind alle zu einem Apéro eingeladen und dem abschliessenden Abendsegen um 20.15 Uhr.

Der Anlass wird von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen beider Kantone Appenzell und St. Gallen durchgeführt. Die Schöpfungszeit wird ökumenisch begangen und dauert vom 1. September bis 4. Oktober, dem Tag des heiligen Franziskus. Zum für die Teilnehmenden kostenlosen Anlass reist man idealer Weise mit dem öffentlichen Verkehr an. Beim Abendsegen wir eine freiwillige Kollekte erhoben zugunsten der "oeku - Kirche für die Umwelt".

Alle Informationen zum Anlasse findet man auch auf dem Flyer.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen