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Mittwoch, 28. Mai 2025

Maifreuden

Ein Zitat

Gelbe Schwertlilien in einem Feuchtgebiet der Reussebene.
Foto © Jörg Niederer
"Eine verschenkte Iris [auch Schwertlilie genannt] sagt dem Beschenkten 'Ich stehe bedingungslos zu dir' und ist so ein Zeichen der Treue." Sprache der Blumen

Ein Bibelvers - Hohelied 2,1

"Ich bin eine Blume der Ebene Scharon, eine Lilie, die in den Tälern wächst."

Eine Anregung

Jetzt blühen sie wieder, die Gelbe Schwertlilie und ihre Schwester, die blaue Sibirische Schwertlilie. Für einmal sind wir ihretwegen extra in den Aargau gereist, in die Reussebene südlich des Flachsees. Gelbe und blaue Farbtupfen verstreut auf den weiten Nasswiesen verzauberten den Weg, den wir gingen. Das Schöne sprang ins Auge. Eine Wohltat für die Sinne.

Das wünsche ich uns allen: Dass wir die Blicke auch auf das Schöne und Gute richten können, ohne dass wir dadurch die Nöte dieser Welt aus den Augen verlieren.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Donnerstag, 6. März 2025

Big Five oder Small Five?

Ein Zitat

Eine gelbe Schwertlilie zählt Andreas Grau, Autor von "Botanikwandern" zu den Big Five unter den Pflanzen des Tieflands.
Foto © Jörg Niederer
"Die Beispiele zeigen: Es macht Spass, auf Wanderungen, Touren usw. etwas Originelles zu 'sammeln'. … Ornithologen notieren sich ganz genau, was ihnen vors Okular flattert und welche Pilgerin oder welcher Pilger würde wohl an einem Pilgerstempel vorbeigehen, ohne ihn in den Pilgerpass zu drücken." Andreas Grau in "Botanikwandern - Wege zur Blütenpracht im Frühling"

Ein Bibelvers - Matthäus 23,11+12

Jesus: "Wer unter euch am größten ist, soll euer Diener sein. Wer sich selbst groß macht, wird von Gott niedrig und klein gemacht werden. Und wer sich selbst niedrig und klein macht, wird von Gott groß gemacht werden."

Eine Anregung

In Wanderführer "Botanikwandern" von Andreas Grau schlägt der Autor vor, dass man doch die Big Five im Pflanzenreich suchen solle. Dabei unterscheidet er vier Regionen: Tiefland, Voralpen/Jura, Alpen, sowie Süd- & Ostalpen bzw. Süd-CH. In jedem der vier Gebiete nennt er fünf Pflanzen, die man in der Schweiz gesehen haben muss.

Für das Tiefland nennt er die Schwanenblume, die Drachenwurz, der Frauenschuh, die Weisse Seerose und die Schwertlilie (Sibirische oder Gelbe).

Für die Voralpen und den Jura führt er Alpenrose, Arnika, Türkenbund, Feuerlilie und Aurikel auf.

In den Alpen sind es das Edelweiss, die Alpen-Aster, zwei Steinbrechsorten, der Alpen-Enzian und das Männertreu.

Für die Süd- & Ostalpen sowie die Süd-Schweiz nennt er als besonders sehenswert den Himmelsherold, den Alpen-Goldregen, die Alpen-Pech-Nelke, das Heilglöckchen und das Frauenhaar-Farn. 

Noch habe ich nicht alle die Blumen und Pflanzen gesehen. Es gibt also noch Neues zu entdecken.

Das Konzept der Big Five könnte man auch auf kirchliche Figuren ausweiten. Wie würden sich wohl die Big Five der Heiligen zusammensetzen? Müsste man da auch "Regionen" unterscheiden, etwas die katholische, die protestantische, die freikirchliche und die ökumenische Tradition? Wahrscheinlich würde man nicht um die Heiligen Jakobus, Franziskus und Maria herumkommen.

Wer wäre für dich noch eine Grosse oder ein Grosser der Heilsgeschichte? Wobei, darf man das denn, wo doch Jesus ganz andere Kriterien anwendet bei menschlicher Grösse? Vielleicht wären hier die Small Five angemessener, also die geringsten Fünf.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen