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Sonntag, 2. März 2025

Wanderschuhe am Nagel

Ein Zitat

Vier Paar Schuhe hängen in einem Baum beim Bahnhof Diessenhofen.
Foto © Jörg Niederer
"Ich bete, dass ihr alle eure Schuhe abends weit unter das Bett stellt, damit ihr am nächsten Morgen davor niederknien müsst, um sie zu finden. Und während ihr da so kniet, dankt Gott für seine Gnade und Erbarmen und Verständnis. Wir bleiben alle hinter seinen Erwartungen zurück." Denzel Washington (*1954)

Ein Bibelvers - 2. Mose 3,4+5

"Der Herr sah, dass Mose vom Weg abbog und sich die Erscheinung ansehen wollte. Da rief ihn Gott mitten aus dem Dornbusch: 'Mose, Mose!' Er antwortete: 'Hier bin ich!' Gott sprach: 'Komm nicht näher! Zieh deine Schuhe aus! Der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land.'"

Eine Anregung

Etwas ist zu Ende gegangen. Vier Paar Schuhe hängen im Baum und damit auch am sprichwörtlichen Nagel. Die Anstrengung an den Füssen der einstigen Besitzenden ist den Gehwerkzeugen anzusehen. Sohlen haben sich gelöst, Profile sind abgelaufen. Werktage liegen hinter ihnen, Arbeit, Staub und Schmutz. Nun ruhen sie friedlich. Wind versetzt sie in sanfte Schwingungen. Es ist Schuh-Sonntag geworden. Der Schweiss darf trocknen, das "Gschmäckle" sich verflüchtigen.

Sein wie man ist und sein möchte, auch dafür steht der Sonntag.

Wie sähen Schuh-Gebete aus? Würden sie vom Straucheln erzählen? Von festem Halt auf schlammigem Grund? Von der pflegenden Hand? Wäre die Rede von harten Asphaltabschnitten und federweichen Moorpfaden? Nun da der Schuhsonntag gekommen ist, ist Freiheit und Weitsicht. So ist der Sonntag.

Zuletzt noch dies: Gestern (Siehe Blogbeitrag vom 1. März 2025) erzählte ich vom Abschiedsfest für Matthias Wenk im Domzentrum St. Gallen, und von der Interpretation eines bekannten Werks von Johann Sebastian Bach durch die Cityseelsorgenden Ann-Kathrin Gässlein und Roman Rieger. Mit deren Zustimmung habe ich das Video davon nun auf Youtube stellen dürfen. Viel Freude beim Reinhören.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen


Sonntag, 13. August 2023

Sonntagsschnecken

Ein Zitat

Weisse Heideschnecken auf einem Grashalm versammelt verbringen die heissen Tage in der Trockenruhe.
Foto © Jörg Niederer
"Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es." Gottfried Keller (1819–1890)

Ein Bibelvers - 3. Mose 23,2c+3

"Ruft zuerst zum wöchentlichen Feiertag auf: Jeder siebte Tag ist ein Sabbat. Das ist ein Feiertag, an dem ihr nicht arbeiten sollt. Sechs Tage dürft ihr arbeiten. Der siebte Tag aber ist ein Ruhetag zu Ehren des Herrn. Das gilt überall, egal wo ihr wohnt."

Eine Anregung

Das Foto von den Weissen Heideschnecken in der Trockenruhe auf einem Grashalm zeigt schön die Bedeutung des Sonntags auf.

Zuerst ist der Sonntag ein Ruhetag. Die Heideschnecken sind Spezialistinnen im Ruhen. Sie ziehen sich in besonders heissen Zeiten in die sogenannte Trockenruhe zurück. Damit überdauern sie monatelang ohne Feuchtigkeit und Nahrung. Ruhen hilft, die schwierigen Zeiten zu überstehen.

Dann ist der Sonntag eine Zeit für das Zusammensein. So wie diese Schnecken miteinander ruhen, so können auch wir uns miteinander erholen und dankbar das Leben feiern.

Dann tragen Schnecken mit dem Spiralhäuschen die Ewigkeit auf sich. Entsprechend ist der Sonntag ein Tag, an dem wir uns ins Zentrum des Lebens aufmachen. Wir versuchen, Gott ganz nahe zu kommen, also wie die Schnecken so hoch hinauf und Gott entgegen.

Das werde ich heute in der Evangelisch-methodistischen Kirche Weinfelden tun zusammen mit der dortigen Gemeinde. Wer will, darf gerne um 10.00 Uhr an der Hermannstrasse 10 zu uns stossen für eine Zeit der Ruhe, der Gemeinschaft und der Besinnung auf Gott. (Kaffee wird es dann schon auch noch geben!)

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Sonntag, 25. Juni 2023

Der Fuchs und das Reh

Ein Zitat

Ein junger Fuchs beobachtet in der Allmend Frauenfeld ein Reh, das ihn beim Spielen aufgescheucht hatte.
Foto © Jörg Niederer
"An dem Füchslein siehst du schon, dass er eines Fuchses Sohn." Jüdische Weisheit

Ein Bibelvers - Matthäus 8,20

"Jesus antwortete ihm: 'Die Füchse haben ihren Bau, und die Vögel haben ihr Nest. Aber der Menschensohn hat keinen Ort, an dem er sich ausruhen kann.'"

Eine Anregung

Dass sich Fuchs und Reh in der Natur begegnen, wird öfters vorkommen. Dass der Moment aber beobachtet wird, ist wohl schon etwas seltener. Nun, gestern früh am Morgen durfte ich dabei sein, als zwei junge Füchse von einem Reh überrascht wurden. Ein Füchslein zog sich zurück, das andere aber blieb und beobachtete das Reh. Auf dem Foto sieht es fast so aus, als wolle der Jungfuchs nächstens das Reh von hinten anschleichen und anspringen. In Wirklichkeit muss der Fuchs sich vor dem Reh in Acht nehmen. Aber vielleicht ist das, was ich beobachtete, etwas ganz anderes: Der Anfang der Friedenszeit, in der Raubtier und Weidetier gemeinsam durch die Welt ziehen, als gutes Beispiel für die Menschheit.

An diesem Sonntag jedenfalls dürfen wir einmal mehr einen Ruhetag geniessen. Davon weiss Reh und Fuchs nichts. Das ist unser Vorteil, unser Segen, wenn wir ihn denn nutzen.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen

Sonntag, 19. Februar 2023

Die theologische Bedeutung der Stube

Ein Zitat

Pilgerstube in St. Gallen.
Foto © Jörg Niederer
"In der Ruhe liegt die Kraft." Redensart

Ein Bibelvers - Psalm 27,4

"Ich hatte eine einzige Bitte an den Herrn. Nichts anderes wünsche ich mir: Ich möchte im Haus des Herrn sein alle Tage meines Lebens. Ich möchte die Schönheit des Herrn schauen und sie im Inneren seines Tempels betrachten."

Eine Anregung

Die Stube oder das Wohnzimmer steht für Erholung und freie Zeit. In der Stube kann ich in vertrauter Atmosphäre "auftanken". In der Stube kann ich tun und lassen, was ich will. Die Stube ist ein Freiraum, wie der Sonntag auch, der Ruhetag.

Von der Stube und ihrer theologischen Bedeutung erfährt man in der heutigen Predigt mehr, um 09.15 Uhr im Alters- und Pflegeheim Unteres Gremm in Teufen und um 10.15 Uhr in der Methodistenkirche an der Kapellenstrasse 6 in St. Gallen.

Es findet keine Übertragung der Predigt auf Youtube statt. Aber sowohl in Teufen wie auch in St. Gallen sind alle herzlich eingeladen, dem Gottesdienst beizuwohnen; fast wie in einer guten Stube.

An diesem Sonntag wird eine Kollekte für die Erdbebenopfer in Syrien und der Türkei erhoben.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Sonntag, 8. Januar 2023

Kein Sonntag für das Leichtgewicht

Ein Zitat

Wintergoldhähnchen am Alten Rhein.
Foto © Jörg Niederer
"Achte auf das Kleine in der Welt, das macht das Leben reicher und zufriedener." Carl Hilty (1833-1909) Politiker und Laientheologe

Ein Bibelvers - Sprüche 30,24-28

"Vier sind die kleinsten Lebewesen auf der Erde und doch die größten im Blick auf ihre Weisheit: Die Ameisen sind ein schwaches Volk, aber sorgen schon im Sommer für ihre Nahrung. Die Klippdachse sind ein schwaches Volk, aber bauen sich sichere Wohnungen in den Felsen. Die Heuschrecken haben keinen König, aber ziehen wie ein geordnetes Heer ins Feld. Die Eidechse kann man mit Händen fangen, aber sogar in Königspalästen geht sie ein und aus."

Eine Anregung

Da haben wir ihn: Den kleinsten Vogel Europas. mit 6-8 Gramm Körpergewicht ist das Wintergoldhähnchen ein wahres Leichtgewicht. Zum Vergleich. Kolibris wiegen zwischen 1,8 und 24 Gramm.

Wie alle kleinen Vögel braucht das Wintergoldhähnchen viel Nahrung. Genauer gesagt muss es in den dunklen Wintermonaten in den sieben Tagesstunden soviel fressen wie es wiegt um die langen und kalten Winternächte zu überstehen. So sucht es jeden Tag unermüdlich die Bäume, Zweige und Gebüsche nach kleinen Spinnen und Insekten ab. 

Da haben wir Menschen es besser. Wir können an Sonntagen auch einmal ausruhen, oder einen Gottesdienst besuchen. Ich werde am Allianzgottesdienst in der Reformierten Kirche Linsebühl in St. Gallen mitwirken. Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr. Dann werden die Wintergoldhähnchen schon längst ihrer Arbeit und Bestimmung nachgehen.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde


Samstag, 8. Oktober 2022

Ferien oder Urlaub?

Ein Zitat

An einem Strand auf Korsika.
Foto © Jörg Niederer
"Urlaub ist für mich stets ohne Risiko, mein Chef sagt wann, meine Frau sagt wo." Herkunft unbekannt

Ein Bibelvers - Kolosser 2,16+17a

"Niemand soll euch danach beurteilen, was ihr esst oder trinkt – oder ob ihr bestimmte Feste, den Neumond oder den Sabbat haltet. Das alles ist doch nur ein Schatten von dem, was kommen wird."

Ein Anregung

"Ferien" ist ein Pluraletantum, ein Wort, das es nur in der Mehrzahl gibt. "Urlaub" dagegen wird meist im Singular gebraucht, auch wenn es den Plural "Urlaube" natürlich auch gibt.

Noch nie habe ich nachgeschaut, woher die Worte "Ferien" und "Urlaub" ursprünglich kommen. Was mir immer schon aufgefallen ist: In der Schweiz werden die Begriffe anders verwendet als in Deutschland und Österreich. Wenn man in Deutschland oder Österreich davon spricht, man fahre in den Urlaub, dann sagen die Schweizerinnen und Schweizer, dass sie in die Ferien gehen. Warum ist das so? Es ist an der Zeit, dieser weltbewegenden Frage auf den Grund zu gehen.

"Urlaub" ist abgeleitet vom Althochdeutschen "Urloup" und bedeutet im Wesentlichen "Erlaubnis". Wikipedia gibt einige Beispiele dazu, wobei das folgende das Erhellendste ist: "Eine weitere Überlieferung ist, wenn die Ernte (aus der Land- oder Weinwirtschaft) eingebracht war, konnten die Knechte und Mägde zum Altbauern, dem 'Ur' gehen und um Er'laub'nis fragen. Gab dieser die Erlaubnis, wurde auch oft zugleich ein 'Trinkgeld' zur Vergnügung mit ausbezahlt." Beim Wort "Urlaub" ist also die "Erlaubnis" und der die Erlaubnis erteilende "Dienstherr" in einem Wort zusammengefasst.

Dagegen ist "Ferien" ein lateinisches Lehnwort von "feriae" und wurde ursprünglich für die religiösen, wiederkehrenden Feiertage gebraucht. Das lateinische "feriae" soll seinerseits eine Zusammensetzung der Begriffen "fanum" (fanatisch) und "festus" (Fest) sein. Wenn das so ist, dann wurde also schon in römischer Zeit die Religion mit Fanatismus verbunden. Aber das ist ein anderes Thema.

Genau diese Unterscheidung von "Urloup" und "feriae" wird nun in Deutschland und Österreich weiterhin gemacht. Dort sind Ferien Tage, an denen die Institutionen wie Parlament, Schule und Universitäten schliessen. Alle Personen in diesen Institutionen haben frei. Und so spricht man im ganzen deutschsprachigen Raum etwa von "Schulferien". "Urlaub" dagegen wird für die Tage verwendet, die man individuell beziehen kann. Also die Zeit, in der eine Person mit Erlaubnis des oder der Vorgesetzten nicht arbeiten muss. Eben deshalb fährt man in Deutschland und Österreich nicht etwa in die Ferien, sondern in den Urlaub. Das kann in den Schulferien geschehen, muss aber nicht.

In der Schweiz wird diese Unterscheidung zwischen Ferien und Urlaub nicht mehr gemacht. Dort hat man "Ferien", genauer: man "geht in die Ferien" und das meist in der Zeit der Schulferien. Nebenbei: Die Deutschen "fahren" in den Urlaub. Die Schweizerinnen und Schweizer "gehen" in die Ferien. Wird da die Autovernarrtheit der deutschen Bürgerinnen und Bürger sprachlich sichtbar?

Nun: Die jährlich wiederkehrenden Feiertage werden heute meist nicht mehr mit dem "Urlaub" in Verbindung gebracht und auch nicht mit Fanatismus. Aber "Frei feiern", das tun wir an Feiertagen immer noch.

Wie auch immer freue ich mit auf die Ferien (oder eben auf den Urlaub), notabene währen der schulfreien Zeit. Ich habe also Ferien und Urlaub auf einmal. Das kann ja nur doppelt gut werden.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Sonntag, 3. Juli 2022

Ein Tag mit stillen Wundern

Ein Zitat

Plätschernd ergiesst sich Wasser ins Gallusbrünnchen
Foto © Jörg Niederer
Die Seele lacht oft leise Tönen.

Ein Bibelvers - Sacharja 8,4+5

"Auf den Plätzen Jerusalems werden wieder alte Männer und Frauen sitzen. Sie haben Stöcke in ihrer Hand, so alt sind sie. Die Stadt wird wieder voller Kinder sein, Jungen und Mädchen spielen auf ihren Plätzen."

Ein Anregung

Dieser Tag ist anders. Auch an diesem Tag gehe ich in mein Büro in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen. Es ist morgens um 7.30 Uhr. Schon beim Rundhaus der Raiffeisenbank höre ich das Plätschern. Wasser ergiesst sich in den Trog des Gallusbrünnchens. Kaum ein Mensch ist auf der Strasse. Kaum ein Auto ist um diese Zeit an diesem Tag unterwegs. Das Pfeifen der Vögel klingt lauter als sonst. In Wirklichkeit singen sie leiser, passen sich der Stille des Tags an. Es ist Sonntagmorgen. Dieser Tag beginnt voller stiller, kleiner Wunder. An diesem Morgen höre ich, was ich sonst nicht höre: das Plätschern des Quellwassers, an dem schon Gallus den Durst gestillt haben soll. 

An diesem Tag, am Sonntag, kann ich auch auf andere Weise erfahren, was ich unter der Woche nicht zu hören bekomme: Gedanken über Gott und Welt: An diesem Sonntag in der Methodistenkirche an der Kapellenstrasse 6 in St. Gallen zum Thema "Spielend glauben". Dabeisein kann man vor Ort ab 10.15 Uhr oder ab 10.30 Uhr auf YouTube.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde

Samstag, 2. Juli 2022

Unverschämtes Nichtstun

Ein Zitat

Nichts los auf der Mündung des Medway, England
Foto © Jörg Niederer
"Im schlimmsten Fall kam es selten zum Allerschlimmsten." Aus: Malachy Tallack, Das Tal in der Mitte der Welt, München 2018, S. 21

Ein Bibelvers - Psalm 90,10

"Unser Leben dauert etwa 70 Jahre, und wenn wir bei Kräften sind, auch 80 Jahre. Das meiste daran ist nur Arbeit und vergebliche Mühe. Schnell ist es vorüber, im Flug sind wir dahin."

Ein Anregung

Im oben erwähnten Buch von Malachy Tallack über das Leben auf den Shetlandinseln wird eine Frau mit diesen Worten beschrieben: "Fast ihr ganzes Leben lang hatte sie Freizeit nicht gekannt. Zwei Mädchen aufziehen, arbeiten, alle mit Essen versorgen: Keine Zeit hatte sich je frei angefühlt. Und wenn sie mal eine Pause machte, was sie hin und wieder tun musste, hatte sie in diesen Augenblicken immer ein schlechtes Gewissen, als gehörten sie nicht rechtmässig ihr, sondern wären einem anderen gestohlen, einem, der sie mehr verdient hatte. wenn sie einmal innehielt und sich mit einer Tasse Tee in der Hand hinsetzte, überfielen sie sofort Gedanken an alles, was sie stattdessen tun könnte und tun sollte. Das Wohnzimmer musste gesaugt, das Bad musste geputzt, Essen musste gekocht, Wäsche gewaschen werden. Sie ärgerte sich nie über die Arbeit, die anfiel - schliesslich hatte sie sich dieses Leben ausgesucht -, aber sie hasste es, wie sie ihre Gedanken steuerte, als hätte sie einen Polizisten in sich." 

Kannst du dir vorstellen, keine Freizeit zu haben, immer beschäftigt, immer an der Arbeit? Meldet sich bei dir das schlechte Gewissen, wenn du einmal nichts tust?

Ich glaube, für Menschen ohne Musse hat Gott die Freizeit geschaffen, und den Ruhetag dazu, damit sich auch ja niemand aus dem Nichtstun herausreden kann. Gerade weil das Leben Arbeit und Mühe ist, braucht es auch das unverschämte Nichtstun.

Jörg Niederer ist Pfarrer in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen-Teufen / Koreanische Gemeinde